Nicht jeder, der eine Drohne kaufen will, braucht 4K und Gimbal. Manchmal will man einfach nur ausprobieren, ob das Hobby überhaupt etwas für einen ist – und dafür nicht den Preis einer Markendrohne riskieren. Genau diese Rolle füllt die Holy Stone HS290 aus: eine ehrliche, günstige Lerndrohne, mit der man fliegen üben kann, ohne bei jedem Manöver an den Geldbeutel zu denken.
Für wen ist die Holy Stone HS290 gemacht?
Die HS290 ist die richtige Drohne für absolute Einsteiger, Jugendliche und alle mit kleinem Budget, die das Fliegen lernen oder einfach Spaß haben wollen. Wenn du noch nie eine Drohne gesteuert hast und erst herausfinden willst, ob dir das liegt, ist sie der ideale risikoarme Einstieg. Auch als günstige Übungsdrohne neben einer teureren „echten" Drohne macht sie Sinn – auf der HS290 darf man Fehler machen.
Nicht geeignet ist sie für alle, die Wert auf Bildqualität oder Sicherheitsfunktionen legen. Wer GPS und Return-to-Home will, sollte zur Holy Stone HS175D greifen; wer ernsthaft filmen will, zur DJI Mini 4K.
So schlägt sich die Holy Stone HS290 im Test
Handhabung und Lernkurve
Die größte Stärke der HS290 ist, wie einsteigerfreundlich sie ist. Sie ist faltbar, sehr leicht und über die Höhenhaltung leicht stabil im Schwebeflug zu halten. Sie verzeiht Anfängerfehler und lässt sich auch im Garten oder Park in Ruhe ausprobieren. Wer hier die Grundlagen lernt, tut sich später mit einer GPS-Drohne deutlich leichter.
Kamera
Die HS290 filmt in 1080p Full-HD. Für erste Übungsflüge, Spaß-Aufnahmen und einen ersten Eindruck aus der Luft reicht das. Ehrlich gesagt kauft man die HS290 aber nicht wegen der Kamera, sondern wegen des günstigen Einstiegs und der einfachen Steuerung. An echte 4K-Drohnen mit Gimbal reicht die Bildqualität nicht heran – und will es auch gar nicht.
Akku und Transport
Mit meist zwei mitgelieferten Akkus kommt die HS290 auf rund 26 Minuten Gesamtflugzeit. Sie ist klein, faltbar und passt in jede Tasche – ideal, um sie spontan mitzunehmen und zwischendurch zu üben.
Die ehrlichen Schwächen
Die wichtigste Einschränkung muss klar gesagt werden: Die HS290 hat in der Regel kein GPS und kein Return-to-Home. Sie hält die Höhe über einen Luftdrucksensor, driftet bei Wind aber spürbar stärker als eine GPS-Drohne. Das bedeutet: Du musst selbst aufpassen und solltest sie nur bei wenig Wind und immer in Sichtweite fliegen, sonst kann sie wegdriften. Zweitens ist die Bildqualität mit 1080P nur Mittel zum Zweck. Beides sind keine Fehler, sondern der Preis für den günstigen Einstieg – man muss nur wissen, worauf man sich einlässt.
Fazit zur Holy Stone HS290
Die Holy Stone HS290 ist die ehrliche Lerndrohne: günstig, leicht, einfach – und ideal, um risikoarm ins Hobby einzusteigen. Sie liefert weder Profibilder noch GPS-Komfort, aber genau das erwartet bei diesem Preis auch niemand. Wer ausprobieren will, ob Drohnenfliegen etwas für ihn ist, macht mit ihr nichts falsch. Sobald du mehr Sicherheit und bessere Bilder willst, ist die Holy Stone HS175D mit GPS der logische nächste Schritt, und für ernsthafte Aufnahmen die DJI Mini 4K. Mehr zum richtigen Einstieg liest du im Ratgeber Drohne für Anfänger.