Holy Stone ist eine der bekanntesten Marken für Einsteigerdrohnen, und die HS175D ist seit Jahren eines ihrer beliebtesten Modelle. Der Grund: Sie bringt die Sicherheitsfunktionen, die einem Anfänger den Stress nehmen – allen voran GPS mit Return-to-Home – zu einem Preis, der deutlich unter den Markendrohnen von DJI und Potensic liegt. Sie ist kein Bildqualitäts-Wunder, aber genau das ist auch nicht ihr Anspruch.
Für wen ist die Holy Stone HS175D gemacht?
Die HS175D ist die ideale erste GPS-Drohne für Einsteiger, die sicher fliegen lernen wollen, ohne gleich viel Geld zu riskieren. Wer den Hobby-Einstieg sucht, gelegentlich Schnappschüsse aus der Luft machen will und Wert auf Sicherheitsfunktionen legt, ist hier goldrichtig. Auch als Geschenk für technikaffine Jugendliche (unter Aufsicht und mit Registrierung) ist sie eine vernünftige Wahl.
Weniger geeignet ist sie für alle, die ernsthaft filmen wollen: Ohne mechanischen Gimbal reicht die Videoqualität nicht an die DJI Mini 4K heran. Und wer nur mit minimalem Budget das Fliegen ausprobieren will, kommt mit der noch günstigeren Holy Stone HS290 aus.
So schlägt sich die Holy Stone HS175D im Test
Sicherheit: GPS und Return-to-Home
Das ist die wichtigste Stärke der HS175D und der Hauptgrund, sie einer Spielzeugdrohne vorzuziehen. Dank GPS hält sie ihre Position stabil, auch bei leichtem Wind, und kehrt bei Funkverlust, niedrigem Akku oder Knopfdruck automatisch zum Startpunkt zurück. Genau das verhindert die häufigste Ursache für verlorene Anfängerdrohnen – das unbeabsichtigte Wegdriften. Für ein gutes Gefühl beim ersten Flug ist das Gold wert.
Handhabung
Die HS175D ist faltbar, also leicht zu transportieren, und kommt meist mit zwei Akkus. Der Anfängermodus begrenzt die Geschwindigkeit, sodass man die Steuerung in Ruhe lernen kann. Aufbau und erste Inbetriebnahme sind selbsterklärend. Die mitgelieferte Fernbedienung funktioniert zuverlässig.
Kamera
Die HS175D filmt in 4K und erlaubt es, den Kamerawinkel per Fernbedienung zu verstellen. Für Schnappschüsse, Übersichtsaufnahmen und erste Übungen reicht das gut. Klar muss man sagen: Es gibt nur eine elektronische Stabilisierung über den einstellbaren Neigewinkel, keinen mechanischen 3-Achsen-Gimbal. Bewegungen der Drohne übertragen sich also stärker aufs Bild als bei den Premium-Modellen.
Die ehrlichen Schwächen
Der größte Kompromiss ist der fehlende mechanische Gimbal. Wer ruhige, professionell wirkende Videos will, wird mit der HS175D nicht restlos glücklich – dafür ist sie schlicht nicht gebaut. Zweitens liegt sie mit rund 370 Gramm über der 250-Gramm-Grenze, fällt also in eine etwas strengere Vorschriften-Klasse mit größeren Abstandsauflagen als die DJI-Mini-Modelle. Das ist kein Drama, aber gut zu wissen, bevor man kauft. Auch die Reichweite ist mit rund 500 Metern eher bescheiden – im erlaubten Sichtflug aber völlig ausreichend.