Deutsche Post testet den DHL-Paketkopter


DHL-Paketkopter 2.0

Paketkopter 2.0 © DHL

Die Deutsche Post testet nun erstmalig den Einsatz von Drohnen, um DHL-Päckchen auszuliefern. Der erste Versuch dieser Belieferung soll unter Alltagsbedingungen auf der Insel „Juist“ bei einer Apotheke erfolgen. Dabei soll in den nächsten Monaten ein „DHL-Paketkopter“ Medikamente transportieren. Bereits in der vergangenen Woche fanden laut DHL-Sprecher erste Testflüge mit dem Kleinfluggerät statt und einen einmaligen Probelauf gab es für die Zustellung der Pakete per Drohne bei DHL schon Ende des Jahres 2013. Nun soll der reguläre Lieferbetrieb aufgenommen werden.

„Seehund“-Apotheke Nordsee-Insel Juist

Das Pilotprojekt sei weltweit einzigartig. Dabei will DHL nun auf längere Sicht die „Seehund“-Apotheke auf der Nordsee-Insel Juist mit Medikamenten beliefern. Der Roboter-Bote wird dabei nicht in der Sichtweite eines Piloten fliegen, welcher den Flug per Fernsteuerung überwacht. Die Drohne wird durch einen Autopiloten gesteuert. Aus Sicherheitsgründen jedoch könnte bei einem Notfall eine mobile Station die Kontrolle übernehmen. Technisch sind Drohnen heutzutage längst zu beherrschen, wie das Militär schon seit Jahren zeigt. Aus diesem Grund prüfen Logistikdienste und Internet-Riesen wie Google nun weltweit, wie solche Geräte sinnvoll genutzt werden können. Auch Amazon hat schon angekündigt, per Drohne Pakete ausliefern zu wollen. Anfang Juli hat das Unternehmen schon bei der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA um eine Erlaubnis zum Testen von Drohnen gebeten, jedoch zögern die US-Behörden noch.

Drohnen für abgelegene und schwer zugängliche Regionen

Das Unternehmen DHL schließt die Paketkopter-Belieferung in keinen Regionen aus. Voraussetzung ist hierfür, dass es technisch machbar und ökonomisch sinnvoll ist. Dies ist beispielsweise in Regionen der Fall, die dünn besiedelt, abgelegen oder schwer zugänglich sind. Jedoch stehe das Projekt noch ganz am Anfang und es handele sich bisher nur um ein Forschungsprojekt, wie Zukunftsszenarien aussehen könnten. Für den Feldversuch über mehrere Monate gab es von den Behörden zwar die Genehmigung, dennoch muss aus Sicherheitsgründen jeder Flug einzeln angemeldet werden. Beteiligt am Test ist neben dem Unternehmen DHL sowie dem Drohnen-Hersteller Microdrones ebenso das Rheinisch-Westfälische Institut für Flugsystemdynamik. Mit dem DHL Paketkopter darf zum ersten Mal ein unbemanntes Luftfahrzeug eine Transportaufgabe erledigen. Für den regulären Betrieb von derartigen Drohnen liegen allerdings noch keine konkreten Pläne vor.

Paketkopter 2.0 DHL

Paketkopter 2.0 © DHL

Paketkopter 2.0 © DHL

Paketkopter 2.0 © DHL

Paketkopter 2.0 © DHL

Paketkopter 2.0 © DHL